Grundstücksgeschäfte in Irland
 
Egal ob Sie nur eine kleine Cottage oder ein größeres Wohnhaus erwerben oder verkaufen oder in irische Immobilien ihr Geld anlegen wollen, es ist in jedem Fall dringend geraten, sich von einem Anwalt vertreten zu lassen.

Grundstücksgeschäfte gehören zur sog. "bread and butter" eines jeden irischen Anwalts, da in Irland jeder so früh wie möglich versucht, in seinen eigenen vier Wänden zu leben. Hat er dies einmal geschafft, wird er bei jedem Umzug ein neues Haus erwerben. Jedesmal wird er hierbei einen Anwalt konsultieren.

Sollten Sie sich nun entschließen von Deutschland aus ein Haus in Irland zu kaufen, ist Ihnen zu empfehlen, einen deutschen Anwalt zu konsultieren, der englisch spricht und mit dem irischen Grundstücksgeschäft vertraut ist.

Ich arbeite mit irischen Anwälten zusammen, die für Sie vor Ort beim Grundstückserwerb tätig. In der Regel können Sie dann die formellen Dinge des Grundstückserwerb hier in Deutschland erledigen.
 
Zu beachten:
  • Entscheidend ist das Angebot, d.h. genaue Beschreibung der Immobilie, Grenzen, baulicher Zustand, Baugenehmigungen, Übergabe usw. Über den Kaufpreis läßt sich in der Regel verhandeln.
  • Wenn Sie den Vertrag unterschreiben, müssen Sie ein sog. "deposit" von 10% des Kaufpreises an den Verkäufer bzw. seinen Anwalt bezahlen.
  • Hat auch der Verkäufer den Vertrag unterschrieben, ist der Restkaufpreis zur Zahlung fällig.
  • Beim Erwerb eines Grundstücks fällt eine sog. "Stamp Duty" an. Diese ist in den letzten Jahren ständig in Bewegung gewesen. Zur Zeit gilt die Fassung vom 01.05.03, wonach bis zu einem Grundstückswert von 127.000 � keine Gebühr anfällt. Danach fällt, je nachdem ob Sie Ersterwerber sind, eine Gebühr von 3 bis 9% je nach Höhe des Grundstückswerts an.
  • Grunderwerbsteuer wie in Deutschland gibt es in Irland nicht mehr.
  • Sollten Sie das Grundstück vermieten, so sind die Mieteinnahmen zur Zeit mit 22% zu versteuern.
  • Sollten Sie ein Grundstück in Irland verkaufen und dort keinen Wohnsitz haben, dann ist eine sog. "Capital Gains Tax", quasi eine Kapitalwertzuwachs-steuer (von 20%) bezahlen. Diese berechnet sich im Wesentlichen aus der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Hierbei werden selbstverständlich Abzüge von Kosten zur Werterhaltung des Grundstücks sowie eine Angleichung an den "Consumer Price Index" gemacht.
 
Hinweis:
    Hier können nur die groben Grundzüge dargestellt werden, deshalb ist es in jedem Fall ratsam, anwaltlichen Rat einzuholen.
 
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